Faszien Yoga - warum?

Faszien sind nicht nur ein "Trend". Man kann sie sich wie eine innere zweite Haut vorstellen, die jeden Muskel, jeden Knochen, jedes Organ, selbst die Nerven und sämtliche Zellen umhüllt. Dieses dreidimensionale netzartige "Material" schützt und formt jedes Element und verbindet alles in unserem Körper. Direkt mit dem Gehirn verbunden, sind die Faszien auch für die Kraftübertragung auf den Muskel zuständig und somit auf das Zusammenspiel der Muskulatur.

Ein Muskel arbeitet also nie isoliert, sondern immer im körperweiten faszialen Netzwerk. Wenn wir beispielsweise im Yin Yoga eine verklebte Wadenfaszie dehnen, kann das  - über die rückseitige Beinmuskulatur - sogar Rückenbeschwerden lindern!

Und wie können Faszien überhaupt verkleben?

Durch Bewegungsmangel, einseitige Haltung bei der Arbeit oder körperliche Anspannung bei psychischem Stress. Dadurch verklebet und verfilzt sich das Fasziengewebe. Stellenweise sogar so sehr, dass sich die myofaszialen Stränge verhärten oder gar verkürzen - und somit Gesamtbeweglichkeit, Kraft und Verletzungsanfälligkeit beeinflussen.

ABER: Durch regelmäßiges Faszientraining kann sich das Bindegewebe regenerieren. Wer über zwei Jahre hinweg zwei Mal pro Woche das Fasziengewebe mobilisiert, erneuert die Hälfte seines Bindegewebes!

Zudem fungiert dieses wundersame Netzwerk als sechstes Sinnesorgan:

80 Prozent unserer Nervenenden laufen durch die Faszien, was bedeutet, dass dort auch unsere Empfindungen und Gefühle sitzen. Wenn wir also im Faszien Yoga Verklebungen lösen, wirkt das zugleich positiv auf unsere Gefühlswelt. 

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